Ratgeber · Website

Website-Relaunch: Checkliste in 12 Schritten (inklusive SEO)

Oliver Teetzen

Oliver Teetzen, Gründer von Koala Crunch
Stand: · 15 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein Website-Relaunch ist der grundlegende Neuaufbau einer bestehenden Website: Struktur, Texte, Design und oft auch die Technik werden erneuert, die Domain bleibt. Damit Besucher, Anfragen und Google-Rankings dabei nicht verloren gehen, braucht jeder Relaunch drei Dinge: eine Bestandsaufnahme vor dem Start, eine Weiterleitung für jede alte Adresse und eine Kontrolle in den Wochen nach dem Livegang.

Auf einen Blick

  • Ein Relaunch lohnt sich, wenn die Website keine Anfragen bringt, auf dem Handy schlecht funktioniert oder sich nicht mehr pflegen lässt.
  • Sichere vor dem Start alle Adressen, Rankings und Kennzahlen der alten Seite.
  • Leite jede alte Adresse dauerhaft auf die passende neue Seite um, laut Google mindestens ein Jahr lang.
  • Kontrolliere nach dem Livegang mehrere Wochen lang Search Console, Anfragen und Ladezeit.
Inhalt (12 Abschnitte)

Was ist ein Website-Relaunch?

Ein Website-Relaunch ist der grundlegende Neuaufbau einer bestehenden Website. Struktur, Texte, Design und oft auch die Technik werden erneuert. Domain und Unternehmen bleiben dieselben.

Nicht jede Änderung ist gleich ein Relaunch. Der Unterschied ist wichtig, weil das Risiko mit jeder geänderten Adresse (URL) steigt: Ändert sich die Adresse einer Seite, finden weder Google noch Besucher sie ohne Weiterleitung wieder.

Vorhaben Was sich ändert Risiko für Rankings Typischer Anlass
Inhalte aktualisieren Texte, Bilder, Preise gering neue Leistungen, veraltete Fotos
Redesign Optik; Struktur und Adressen bleiben gering bis mittel Auftritt wirkt nicht mehr zeitgemäß
Website-Relaunch Struktur, Texte, Design, oft Technik und Adressen mittel bis hoch Seite bringt keine Anfragen, Technik ist veraltet
Domainumzug die Domain selbst hoch neuer Firmenname, neue Marke

Ein Website-Relaunch ist also mehr als ein neuer Anstrich. Gut gemacht ist er die Chance, eine Website zu bauen, die wieder für Dich arbeitet. Schlecht gemacht kostet er Besucher, Anfragen und Rankings, die über Jahre gewachsen sind. Diese Checkliste zeigt, wie Du das Erste erreichst und das Zweite vermeidest.

Wann sich ein Relaunch lohnt

Ein Relaunch lohnt sich, wenn die Website ihr Ziel nicht mehr erfüllt: Sie bringt keine Anfragen, funktioniert auf dem Handy schlecht oder lässt sich nicht mehr pflegen. Wirkt sie nur etwas älter, reicht oft eine Überarbeitung der Inhalte.

Diese Anzeichen sprechen für einen Relaunch:

  • Kaum Anfragen: Besucher kommen, aber niemand ruft an oder schreibt. Oft fehlt im ersten Bildschirm eine klare Aussage, was Du anbietest, und ein einfacher Weg zur Anfrage.
  • Schwach auf dem Handy: Texte sind zu klein, Buttons zu eng, das Formular hakt. Viele Kunden und Bewerber sehen Deine Seite zuerst auf dem Smartphone.
  • Langsam: Braucht der größte Inhalt einer Seite länger als 2,5 Sekunden, bis er sichtbar ist, gilt sie für Google nicht mehr als schnell.
  • Nicht selbst pflegbar: Für jede kleine Änderung brauchst Du einen Dienstleister, oder das System bekommt keine Sicherheitsupdates mehr.
  • Das Unternehmen hat sich verändert: neue Leistungen, neue Zielgruppen, ein neuer Standort. Oder die Website soll künftig auch Bewerber gewinnen.
  • Rechtliches ist veraltet: Im Impressum steht noch „§ 5 TMG“, obwohl seit Mai 2024 das Digitale-Dienste-Gesetz gilt. Oder Cookies werden gesetzt, bevor jemand zugestimmt hat.

Stimmen Struktur und Technik, kommen Anfragen, und nur Texte oder Bilder sind in die Jahre gekommen? Dann reicht meist eine Überarbeitung. Die Adressen bleiben gleich, das Risiko für Deine Rankings ist gering und die Kosten sind niedriger.

Die Checkliste: 12 Schritte im Überblick

Ein Website-Relaunch läuft in vier Phasen ab: Vorbereitung, Umsetzung, Livegang und Kontrolle danach. Die zwölf Schritte kannst Du direkt als Checkliste für Dein Projekt nutzen.

  1. Ziele festlegen: Was soll die neue Website leisten, und woran misst Du das?
  2. Bestand sichern: Alle Adressen, Rankings, Besucherzahlen und Anfragen der alten Seite festhalten.
  3. Inhalte bewerten: Jede Seite behalten, überarbeiten, zusammenlegen oder löschen.
  4. Struktur planen: Menü und Seiten nach den Fragen Deiner Zielgruppen ordnen.
  5. Texte schreiben: Nutzen zuerst, klare Wege zur Anfrage.
  6. Design gestalten: für das Handy zuerst und passend zu Deiner Marke.
  7. Technik aufsetzen: Ladezeit, Datenschutz, Impressum und Barrierefreiheit.
  8. Weiterleitungen planen: Jede alte Adresse bekommt ein neues Ziel.
  9. Testen: Formulare, Handy, Ladezeit und Tracking auf einer nicht öffentlichen Testumgebung prüfen.
  10. Live gehen: Weiterleitungen aktivieren, Sperren entfernen, Sitemap einreichen.
  11. Kontrollieren: Search Console, Rankings und Anfragen in den ersten Wochen beobachten.
  12. Weiter verbessern: Seiten nachschärfen, die nicht funktionieren, und Inhalte regelmäßig pflegen.

Phase 1: Vorbereitung (Schritt 1 bis 4)

Die meisten Probleme eines Relaunchs entstehen, bevor der erste Entwurf fertig ist: Die Ziele sind unklar, oder niemand hat festgehalten, was die alte Seite gut gemacht hat.

Schritt 1 von 12: Ziele und Kennzahlen festlegen

Schreib auf, was die neue Website leisten soll. Typische Ziele sind mehr Kundenanfragen, mehr Bewerbungen, weniger Telefonate mit immer gleichen Fragen oder eine Seite, die Du selbst pflegen kannst. Leg für jedes Ziel eine Kennzahl fest, zum Beispiel Anfragen pro Monat über das Formular. Miss diesen Wert noch auf der alten Seite. Sonst kannst Du später nicht zeigen, dass die neue besser ist.

Kläre außerdem, wer entscheidet. Wenn fünf Leute mitreden, aber niemand das letzte Wort hat, zieht sich jedes Projekt.

Schritt 2 von 12: Bestand sichern

Bevor sich irgendetwas ändert, hältst Du fest, was die alte Website heute bringt:

  • Alle Adressen: eine Liste aller Seiten, etwa aus der XML-Sitemap oder mit einem Crawler wie dem Screaming Frog SEO Spider (kostenlos bis 500 Adressen).
  • Klicks aus Google: In der Google Search Console unter „Leistung“ siehst Du, über welche Suchanfragen und Seiten Besucher kommen. Exportiere die Daten der letzten zwölf Monate.
  • Besucherzahlen: welche Seiten am häufigsten aufgerufen werden, zum Beispiel aus Google Analytics.
  • Links von anderen Websites: In der Search Console unter „Links“ steht, welche Seiten von außen verlinkt sind.
  • Anfragen und Bewerbungen: wie viele im Monat über die Website kommen.
  • Zugänge: Domain, Hosting, Google-Unternehmensprofil, Search Console und Analytics. Kläre früh, wer welchen Zugang hat.

Seiten mit Klicks aus Google oder mit Links von anderen Websites sind Dein SEO-Kapital. Sie bekommen beim Relaunch besondere Aufmerksamkeit.

Schritt 3 von 12: Inhalte bewerten

Geh die Liste Seite für Seite durch und entscheide, was mit jeder passiert:

Entscheidung Wann Was mit der alten Adresse passiert
Behalten Die Seite bringt Besucher oder Anfragen und ist aktuell. Adresse möglichst gleich lassen.
Überarbeiten Das Thema ist wichtig, Text oder Bilder sind veraltet. Gleiche Adresse oder Weiterleitung auf die neue.
Zusammenlegen Mehrere dünne Seiten behandeln dasselbe Thema. Alle alten Adressen leiten auf die neue Seite.
Löschen Das Angebot gibt es nicht mehr, keine Besucher, keine Links. Weiterleitung auf die thematisch nächste Seite, sonst Fehlercode 404 oder 410.

Schritt 4 von 12: Struktur planen

Ordne das Menü nach dem, was Besucher suchen, nicht nach Deinem Organigramm. Wer zu Dir kommt, hat eine Frage: Was bietest Du an, was kostet es, wie läuft es ab, wie erreiche ich Dich? Jede dieser Fragen braucht einen schnellen Weg. Sprichst Du mehrere Zielgruppen an, etwa Kunden und Bewerber, bekommt jede ihren eigenen Bereich.

Plane dabei gleich die Adressen. Gute Adressen sind kurz, lesbar und klein geschrieben, Wörter trennst Du mit Bindestrichen, etwa /leistungen/dachsanierung. Adressen, die bereits gut funktionieren, behältst Du, wo es geht.

Phase 2: Umsetzung (Schritt 5 bis 8)

In der Umsetzung entscheidet sich, ob die neue Seite mehr Anfragen bringt als die alte. Design allein reicht dafür nicht. Wichtiger sind klare Texte, ein einfacher Weg zur Anfrage und saubere Technik.

Schritt 5 von 12: Texte schreiben

Texte entscheiden, ob aus einem Besucher eine Anfrage wird. Diese vier Punkte gehören auf jede Seite:

  • Erster Bildschirm: In einem Satz steht, was Du anbietest, für wen und wo. Daneben ist der nächste Schritt zu sehen, etwa „Angebot anfragen“.
  • Fragen beantworten: Leistungen, Ablauf, Einzugsgebiet und Preisrahmen, also genau das, was Kunden am Telefon immer wieder fragen. Schreib aus ihrer Sicht („Du bekommst …“) statt aus Sicht des Unternehmens („Wir sind …“).
  • Für Google und KI-Suchen: Jede Seite behandelt ein Thema, die Überschriften sind klar, und die wichtigste Antwort steht im ersten Absatz. So verstehen auch KI-Suchen wie ChatGPT Deine Seite. Jede Seite bekommt einen eigenen Seitentitel und eine eigene Beschreibung für die Suchergebnisse.
  • Mehrere Kontaktwege: Telefon, ein kurzes Formular und, wenn es zu Deiner Zielgruppe passt, WhatsApp.

Schritt 6 von 12: Design gestalten

Gestalte zuerst für das Handy und dann für den großen Bildschirm. Echte Fotos von Deinem Team und Deinem Betrieb wirken glaubwürdiger als Bilder aus Stockfoto-Datenbanken. Achte auf genug Kontrast, gut lesbare Schriftgrößen und Beschreibungen für Bilder (Alt-Texte). Das hilft Menschen mit Einschränkungen, allen anderen und auch Google.

Schritt 7 von 12: Technik aufsetzen

Diese Punkte gehören in jede neue Website:

Punkt Zielwert oder Pflicht
Ladezeit des größten Inhalts (LCP) höchstens 2,5 Sekunden
Reaktion auf Klicks und Eingaben (INP) höchstens 200 Millisekunden
Verschieben des Layouts beim Laden (CLS) höchstens 0,1
Verschlüsselung (HTTPS) auf allen Seiten
Impressum nach § 5 DDG, von jeder Seite erreichbar
Cookie-Einwilligung vor dem Setzen nicht notwendiger Cookies (§ 25 TDDDG)
Pflege ein System, das Du ohne Programmierkenntnisse bedienen kannst

Die drei Werte zur Ladezeit sind die Core Web Vitals, mit denen Google die Nutzererfahrung misst. Prüfen kannst Du sie kostenlos mit PageSpeed Insights.

Barrierefreiheit: Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es betrifft unter anderem Websites, über die Verbraucher online einen Vertrag abschließen, etwa Shops oder Buchungsstrecken. Ausgenommen sind Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme, die Dienstleistungen anbieten. Ob Deine Seite betroffen ist, klärst Du am besten mit Deiner Rechtsberatung. Dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung. Barrierearm zu bauen lohnt sich unabhängig davon, weil gut lesbare Seiten für alle Besucher besser funktionieren.

Schritt 8 von 12: Weiterleitungen planen

Jede alte Adresse bekommt ein Ziel auf der neuen Website. Das hältst Du in einer einfachen Tabelle fest, der Weiterleitungsliste:

Alte Adresse Neue Adresse
/leistungen.html /leistungen
/dachsanierung-goerlitz.php /leistungen/dachsanierung
/team-und-kontakt /kontakt
/jobangebote /jobs

Beispiel einer Weiterleitungsliste

Google empfiehlt dauerhafte Weiterleitungen auf dem Server (Statuscode 301 oder 308). Jede alte Adresse leitet direkt auf ihr Ziel, ohne Zwischenstationen. Leite nicht alle alten Seiten auf die Startseite: Google wertet viele Weiterleitungen auf ein unpassendes Ziel unter Umständen wie eine fehlende Seite (Soft 404).

Phase 3: Livegang (Schritt 9 und 10)

Ein guter Livegang ist unspektakulär: Alles ist vorher getestet, und am Tag selbst arbeitest Du eine kurze Liste ab.

Schritt 9 von 12: Testen

Teste die neue Website auf einer Testumgebung, die für Google gesperrt ist, zum Beispiel per Passwortschutz. Prüfe dort:

  • Formulare: Schick über jedes Formular eine Testanfrage und prüfe, ob sie im richtigen Postfach ankommt, nicht im Spam.
  • Handy: Teste auf echten Geräten, nicht nur in der verkleinerten Browseransicht. Lassen sich Telefonnummern antippen?
  • Ladezeit: Miss die wichtigsten Seiten mit PageSpeed Insights.
  • Weiterleitungen: Ruf die alten Adressen aus Deiner Liste auf und prüfe, ob jede am richtigen Ziel landet.
  • Tracking und Einwilligung: Werden Anfragen gezählt, und greift der Cookie-Hinweis?
  • Fehlerseite: Eine nicht vorhandene Adresse zeigt eine hilfreiche 404-Seite mit Weg zurück.

Schritt 10 von 12: Live gehen

Am Tag des Livegangs arbeitest Du diese Liste ab:

  1. Weiterleitungen aktivieren und stichprobenartig testen.
  2. Sperren der Testumgebung entfernen: kein „noindex“ mehr im Quelltext, die robots.txt erlaubt das Crawlen.
  3. Eine Adresse für alles: Varianten mit und ohne „www“ und mit „http“ leiten auf dieselbe Adresse.
  4. Sitemap einreichen: die XML-Sitemap mit den neuen Adressen in der Search Console einreichen.
  5. Links aktualisieren: Google-Unternehmensprofil, Social-Media-Profile, E-Mail-Signaturen und Branchenverzeichnisse auf die neuen Adressen umstellen.
  6. Testanfrage senden über jedes Formular, diesmal auf der echten Seite.

Plane den Livegang für einen Tag, an dem Du danach Zeit zum Nachsehen hast, und nicht direkt vor Urlaub oder Wochenende.

Phase 4: Nach dem Livegang (Schritt 11 und 12)

Nach dem Livegang beginnt die Kontrolle. Laut Google dauert es bei kleinen bis mittelgroßen Websites einige Wochen, bis die neuen Seiten vollständig erfasst sind. Rankings können in dieser Zeit schwanken.

Schritt 11 von 12: Kontrollieren

Kontrolle nach dem Livegang
  1. Erste WocheTäglich: Search Console auf Fehler prüfen, Formulare und eingehende Anfragen im Blick behalten.
  2. Woche 2 bis 4Wöchentlich: Klicks und Positionen der wichtigsten Seiten mit dem Stand vor dem Relaunch vergleichen.
  3. Ab Monat 2Monatlich: Anfragen, Ladezeit und Inhalte prüfen.

Taucht in der Search Console eine Adresse mit Fehler 404 auf, die vorher Besucher hatte, ergänzt Du eine Weiterleitung. Sinken Klicks über mehrere Wochen deutlich, vergleichst Du die betroffenen Seiten mit Deinem Export aus Schritt 2: Fehlt ein Inhalt, der vorher gut lief?

Schritt 12 von 12: Weiter verbessern

Eine Website ist nicht fertig, wenn sie live ist. Schau Dir an, welche Seiten Anfragen bringen und welche nicht, und schärfe nach. Halte Leistungen, Preise, Fotos und Ansprechpartner aktuell. Wer seine Seite regelmäßig pflegt, braucht seltener einen großen Relaunch.

SEO beim Website-Relaunch: So bleiben Deine Rankings erhalten

Rankings gehen bei einem Relaunch fast immer aus denselben Gründen verloren: Alte Adressen führen ins Leere, gut rankende Inhalte verschwinden, oder die neue Seite ist für Google gesperrt. Alle drei lassen sich vermeiden.

mind. 1 Jahr

sollten Weiterleitungen bestehen bleiben, besser länger

Google Search Central

301 oder 308

dauerhafte Weiterleitungen empfiehlt Google für umgezogene Adressen

Google Search Central

einige Wochen

dauert es, bis Google eine kleine bis mittelgroße Website neu erfasst hat

Google Search Central

2,5 s

Ladezeit des größten Inhalts (LCP), bis zu der eine Seite als schnell gilt

Google, web.dev

1Adressen behalten, wo es geht

Jede Adresse, die gleich bleibt, ist ein Risiko weniger. Ändere Adressen nur, wenn die neue Struktur es wirklich verlangt.

2Jede alte Adresse weiterleiten

Dauerhaft (301 oder 308), direkt auf das inhaltlich passende Ziel und ohne Ketten. Laut Google bleiben die Weiterleitungen möglichst lange bestehen, mindestens aber ein Jahr.

3Gute Inhalte mitnehmen

Seiten mit Klicks aus Google behalten ihr Thema und ihre wichtigsten Inhalte. Werden sie für ein schlankeres Design gekürzt, verlieren sie oft auch ihre Rankings.

4Titel und Beschreibungen übernehmen

Seitentitel und Beschreibungen, die gut funktioniert haben, übernimmst Du oder verbesserst sie gezielt. Dasselbe gilt für Alt-Texte von Bildern und strukturierte Daten, etwa zu Deinem Unternehmen.

Links innerhalb Deiner Website zeigen direkt auf die neuen Adressen, nicht auf Weiterleitungen. Das empfiehlt auch Google.

6Google informieren

Neue XML-Sitemap in der Search Console einreichen. Ziehst Du zusätzlich auf eine neue Domain um, meldest Du dort auch die Adressänderung.

Kurze Schwankungen nach dem Livegang sind normal. Google schreibt selbst, dass die Sichtbarkeit während einer Umstellung vorübergehend schwanken kann. Bleiben die Zahlen nach einigen Wochen deutlich unter dem Stand von vorher, suchst Du gezielt nach fehlenden Weiterleitungen und verlorenen Inhalten.

Was kostet ein Website-Relaunch?

Die Kosten hängen vor allem vom Umfang ab: wie viele Seiten es sind, wer die Texte schreibt und welche Funktionen dazukommen. Bei Koala Crunch beginnen die Festpreise für eine neue Website bei 1.500 €.

Zur Orientierung die Festpreise von Koala Crunch für eine neue Website (einmalig, zzgl. USt.):

Paket Umfang Preis Umsetzung
OnePager alles auf einer Seite 1.500 € ca. 1 Woche
Website bis zu 5 Unterseiten, individuelles Design, lokales SEO 2.500 € ca. 2 bis 3 Wochen
Individuell große Seiten, mehrsprachig, Buchung, Shop, Karrierebereich ab 5.000 € nach Vereinbarung

Dazu kommen Domain und Hosting, die bei Koala Crunch auf Deinen Namen laufen. Beim Anbieter Deiner Wahl kosten sie etwa 5 bis 15 € im Monat.

Diese Punkte machen einen Relaunch teurer oder günstiger:

Kostentreiber Warum
Anzahl der Seiten Jede Seite braucht Struktur, Text, Gestaltung und eine Weiterleitung.
Texte Neue Texte zu schreiben, kostet mehr, als vorhandene zu übernehmen.
Fotos Ein Fotoshooting kostet extra, wirkt aber glaubwürdiger als Stockfotos.
Funktionen Buchung, Shop, Kundenbereich, Stellenbörse oder mehrere Sprachen.
Altinhalte Viele Beiträge, Referenzen oder Downloads müssen übernommen werden.
Abstimmung Viele Beteiligte und Korrekturschleifen verlängern das Projekt.

So läuft ein Website-Projekt bei Koala Crunch ab:

Ablauf bei Koala Crunch
  1. Schritt 1Kennenlernen und Ziel: was die Seite für Kunden und Bewerber leisten soll.
  2. Schritt 2Struktur und Texte, die gezielt zur Anfrage führen.
  3. Schritt 3Design und Feedback, zwei Korrekturschleifen inklusive.
  4. Schritt 4Livegang und Übergabe aller Zugänge. Die Seite gehört Dir.

Das kannst Du vorbereiten, damit es schneller geht:

  • Zugänge zu Domain und Hosting
  • Logo und Farben
  • Fotos von Team und Betrieb
  • Liste Deiner Leistungen
  • Fragen, die Kunden oft stellen
  • Impressum und Datenschutzerklärung

Praxisbeispiel: Wie aus einer Website eine Recruiting-Plattform wurde

Beim Personaldienstleister A.HORA ging es nicht um ein schöneres Design, sondern um Struktur: Bewerber und Unternehmen sollten sofort ihren eigenen Weg finden.

A.HORA vermittelt seit 1998 Fachkräfte im Baunebengewerbe, mit Standorten in Cottbus und Berlin und über 200 Partnerbetrieben in neun Branchen. Die Erfahrung war da, die alte Website spiegelte die Qualität des Unternehmens aber nicht mehr wider. Es fehlten keine Inhalte. Es ging um Struktur, Nutzerführung und Markenwirkung.

VorherAlte Startseite von A.HORA: Bild-Slider mit Landschaft und dem Wort „regional“
NachherNeue Startseite von A.HORA: „Dein nächster Job im Handwerk. Sicher. Fair. Nah.“ mit Buttons für Jobs und WhatsApp-Bewerbung
Die Startseite von A.HORA vor und nach dem Relaunch (aus der Fallstudie A.HORA)
Vorher Nachher
Startseite Bild-Slider mit dem Wort „regional“ ein Satz, was A.HORA ist, und der nächste Schritt
Navigation acht gleichrangige Menüpunkte für alle fünf Bereiche, nach Zielgruppe sortiert
Stellen unter „Jobangebote“ ein Kontaktformular durchsuchbare Jobübersicht mit Foto
Bewerbung nur per Formular per WhatsApp mit einem Tipp, ohne Lebenslauf

Neben der sichtbaren Website entstand ein Job-Backend. Damit legt A.HORA neue Stellen selbst an und veröffentlicht sie, ohne Entwickler.

„Wir haben jetzt für uns das Gefühl, dass wir ’ne richtig gute Webseite im Hintergrund haben, die unsere Arbeit und das, was wir machen, gut repräsentiert.“

Andreas Böhm, Geschäftsführer A.HORA GmbH

Was Du daraus für Deinen Relaunch mitnehmen kannst:

  • Zielgruppen trennen: Wer verschiedene Menschen anspricht, gibt jedem einen eigenen Weg.
  • Das Wichtigste nicht verstecken: Stellen, Preise oder Leistungen gehören nicht hinter ein Formular.
  • Pflege mitdenken: Was sich oft ändert, muss Dein Team selbst ändern können.

Die ganze Geschichte mit Vorher-Nachher-Vergleich steht in der Fallstudie A.HORA. Wie Du über Deine Website auch Bewerber gewinnst, zeigt der Ratgeber Mitarbeiter gewinnen.

Häufige Fehler beim Relaunch

Die teuersten Fehler sind unsichtbar, bis es zu spät ist: Sie fallen erst auf, wenn Anfragen und Besucher ausbleiben.

  • Keine Weiterleitungen: Alte Adressen führen ins Leere. Besucher landen auf einer Fehlerseite, und die Rankings der alten Seiten gehen verloren.
  • Alles auf die Startseite weiterleiten: Google wertet das unter Umständen wie eine fehlende Seite. Leite auf das inhaltlich passende Ziel.
  • Sperre der Testumgebung mitgenommen: Ein vergessenes „noindex“ oder eine gesperrte robots.txt nimmt die ganze Seite aus Google.
  • Gut rankende Inhalte gelöscht: Texte, die Besucher bringen, verschwinden für ein schlankeres Design.
  • Erst Design, dann Inhalt: Steht die Optik vor den Texten fest, passt der Inhalt später nicht hinein.
  • Kein Vorher-Wert: Ohne Zahlen der alten Seite lässt sich nicht zeigen, ob die neue besser ist.
  • Formulare nicht getestet: Anfragen landen im Spam oder kommen gar nicht an.

Häufige Fragen

Was ist ein Website-Relaunch?

Ein Website-Relaunch ist der grundlegende Neuaufbau einer bestehenden Website. Struktur, Texte, Design und oft auch die Technik werden erneuert, während Domain und Unternehmen gleich bleiben. Anders als bei einem Redesign ändern sich dabei meist auch Adressen von Unterseiten, deshalb braucht jeder Relaunch einen Plan für Weiterleitungen.

Wie lange dauert ein Website-Relaunch?

Das hängt vom Umfang ab. Bei Koala Crunch dauert die Umsetzung eines OnePagers etwa eine Woche und einer Website mit bis zu fünf Unterseiten etwa zwei bis drei Wochen. Größere Projekte werden individuell geplant. Dazu kommen die Vorbereitung und einige Wochen Kontrolle nach dem Livegang.

Was kostet ein Website-Relaunch?

Die Kosten richten sich nach Seitenanzahl, Texten, Fotos und Funktionen. Bei Koala Crunch kostet eine neue Website als OnePager 1.500 €, mit bis zu fünf Unterseiten 2.500 € und als individuelles Projekt ab 5.000 €, jeweils einmalig zzgl. USt. Dazu kommen Domain und Hosting für etwa 5 bis 15 € im Monat.

Verliere ich bei einem Relaunch meine Google-Rankings?

Nicht, wenn Du die alten Adressen dauerhaft weiterleitest, gut rankende Inhalte mitnimmst und die neue Seite für Google freigibst. Laut Google können Rankings nach einer Umstellung vorübergehend schwanken, und es dauert bei kleinen bis mittelgroßen Websites einige Wochen, bis alles neu erfasst ist.

Wie oft sollte man eine Website relaunchen?

Einen festen Rhythmus gibt es nicht. Ein Relaunch ist fällig, wenn die Website ihr Ziel nicht mehr erfüllt, sich nicht mehr pflegen lässt oder technisch veraltet ist. Wer Inhalte, Technik und Ladezeit regelmäßig pflegt, kommt länger ohne großen Relaunch aus.

Oliver Teetzen

Über den Autor

Oliver Teetzen ist Gründer von Koala Crunch in Görlitz und hat über zehn Jahre Erfahrung im Marketing. Er hat immer wieder gesehen, dass mittelständischen Betrieben die Marketing-Kompetenz fehlt, um Mitarbeiter und Kunden zu gewinnen. Deshalb hat er sich 2024 selbstständig gemacht. Seitdem baut er für kleine und mittlere Unternehmen Websites, Recruiting-Kampagnen und Kundengewinnung über Meta Ads, damit sie wachsen können.

Quellen